Wehrhahnlinie - Düsseldorf
Die Gesamtstrecke von ca. 7,1km Länge führt unter der Stadtmitte Düsseldorfs hindurch und beinhaltet den Neubau von 12 U- Bahnhöfen und deren Verknüpfung mit dem Stadtraum. Der Baubeginn ist auf das Jahr 2004 projektiert und die vorgesehene Inbetriebnahme der Linie ist im Jahr 2013 geplant. Die Bahnhöfe der Wehrhahnlinie werden im Denkmodell eines unterirdischen Kontinuums konzipiert, das sich durch die Stadt schlängelt.






Die Bahnhöfe werden dabei als Aufweitung des U-Bahntunnels ausgearbeitet, die als besondere Stelle im Verkehrssystem erscheinen aber nicht aus ihm herausgelöst wirken. Als Klammer und Verbindung nach oben werden die Stationen über Einschnitte mit dem Stadtraum verbunden.




Durch diese Einschnitte und Projektionen eines geometrischen Formenkanons auf die Innenwandungen der unterirdischen Bahnhofsröhre erhalten die einzelnen Stationen innerhalb des Kontinuums ihre eigene Identität. Der Zugang über diese Einschnitte bringt den Benutzer unmittelbar auf eine Galerieebene innerhalb der Bahnhofshalle. Von hier aus ist die Station einsehbar, wodurch eine einfache Orientierung ermöglicht wird. Aus dem Ansatz des Kontinuums werden die Bahnhofsbereiche auch in der Materialität aus der Gestalt der Fahrröhren entwickelt. Angedacht wird die Konstruktion der aufgeweiteten Röhre aus Betonfertigteilen. Durch einen besonderen Zuschlag und Oberflächenbehandlung wird der Beton veredelt und erscheint zum Standort Düsseldorf passend.





Das Licht unterstützt über die Reflektion auf der Bahnhofsröhre diese Oberflächenqualitäten. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Künstlerin Heike Klussmann im architektonischen Wettbewerb ist die Idee entstanden, das Konzept des `Kontinuums´ mit dem Gedanken einer reliefartigen Bearbeitung der Bahnhofsröhren zu überlagern. Auf die Betonoberfläche der eingestellten Fertigteile ist das Sicherheitsmuster des deutschen Reisepasses übertragen. Durch die sich weitende und zusammenziehende Wellenstruktur erfolgt eine Dynamisierung der Bahnhofsröhre, beim Herantreten lassen sich Details und Struktur erkennen.





Die Oberfläche wirkt wie eine `mathematisch definierte Schlangenhaut´. Die Künstlerin beabsichtigt damit einen Balanceakt zwischen zeitgemäßem Ornament und der Frage nach dem Verhältnis von privatem und öffentlichem Raum, nationaler Identität, Grenzen, Vereinnahmung bzw. tatsächliche Öffentlichkeit des öffentlichen Raums. Neben diesem im Wettbewerb mit der Künstlerin Heike Klussmann entstandenen Kunstprojekt sind im aktuellen Planungsprozeß sechs weitere Künstler integriert und unterschiedlichen Bahnhöfen zugeordnet.













International eingeladener Realisierungsettbewerb: 1. Preis, 2001
Aufgabe: U-Bahnhöfe der Wehrhahnlinie
Bauherr: Landeshauptstadt Düsseldorf
Umfang: 6 U-Bahnhöfe
Standort: Düsseldorf
Baubeginn: 2004
Fertigstellung: 2015
Lichtkonzept/Wettbewerb: Belzner Holmes, Architektur Licht Bühne
Tragwerk/Wettbewerb: Alexander Hentschel
Ingenieurbauwerk: IGW - Ingenieurgemeinschaft Wehrhahn
Kunst/Wettbewerb: Heike Klussmann
Künstler in der weiteren Planung:
Ursula Damm
Hans Peter Feldmann
Manuel Franke
Enne Haehnle
Site (Ralf Brög/ Petra Rink)
Thomas Stricker
Projektteam:
Architektin Dipl. Ing. Uta Varrentrapp
Architektin Dipl. Ing. Andrea Weber
Dipl. Ing. Astrid Beetz
Dipl. Ing. Julia Kremling
Florian Klüter
Isabel Muschket
Janneke Vock
Jannes Wilhelm
seit 2001:
Tanja Ackermann
Nico Alexopoulos
Christian Bregulla
Tomek Buchalik
Michael Korb
Jeremias Lorch
Anne Raupach
Michael Reiss
Eva Sarnowski
Sebastian Schubert
Felix Sommerlad
